Freitag, 25. Juli 2014

Zion National Park Touristendrehscheibe

Nun bin ich also im Zion National Park angekommen. Hochgelobt und umschwärmt von vielen USA-Reisenden und von mir bisher links liegen gelassen (im wahrsten Wortsinne).
Es war nur eine kurze Fahrt. Gestartet bin ich in St. George, wo ich übernachtet habe und gestern abend noch den besten Hamburger zwischen Los Angeles und New York geniessen durfte. Nebenbei habe ich noch das Städtchen genauer kennengelernt, welches wunderhübsch herausgeputzt ist und das ich so noch gar nicht gesehen habe. Obwohl ich schon zweimal hier auf der Durchreise Halt gemacht habe, aber eben immer nur in Stadtrand-Hotels. Von St. George nach Las Vegas sind es knapp zwei Autostunden, was die Ortslage relativ attraktiv macht und dazu geführt hat, dass viele ältere Leute aus Utah jetzt hier wohnen. Was die wohl alle in Las Vegas wollen???
Der Zion Nationalpark, besser gesagt, Zion Canyon hat seinen Namen übrigens, wie vieles hier, von den Mormonen erhalten. Das Wort Zion aus dem Hebräischen steht für Zuflucht oder Heiligtum. Und davon brauchten die Mormonen in ihrer Anfangszeit eine ganze Menge, vor allem an Zufluchtsorten.
Heutzutage zieht das Gebiet pro Jahr über 2,6 Millionen Gäste an und ein ziemlicher Teil davon war auch heute da. Touristeninvasion pur. Die Strassen durch den Park verstopft mit Autos, die Leute laut und auch unanständig. Somit bin ich mit einer ziemlichen Ladung Frustration erstmal zum Mittagessen marschiert, danach ins Hotel und dann erstmal eine Schlafpause einlegen. Zu allem kommt hinzu, dass der Zion Nationalpark geografisch eine ganz blöde Position hat. Links, also gen Westen, war ich schon, bzw. komme ich her. Und rechts liegen die sagenhaften Landschaften Utahs. Aber: eine ganze Reihe davon habe ich schon besucht, für die anderen benötige ich ein anderes Auto und noch mehr Zeit. Andererseits ist es noch zu früh, um schon Richtung Endpunkt der Autotour aufzubrechen. Ich hätte also irgendwo unterwegs noch ein-zwei Tage länger bleiben sollen.
Nach einigem Kartenstudium und Hin und Her werde ich dennoch morgen nochmal in westliche Richtung aufbrechen und dann irgendwo in Nevada übernachten. Mal sehen, wo es mich hintreibt.
Im Visitor Center habe ich heute noch eine Karte von Utah mir allen Strassen erhalten, und da sind auch die gängigen unpaved roads eingezeichnet. Es könnte also sein, dass die nächsten Tage wieder etwas staubig werden.
Das Visitor Center in St. George war gestern übrigens geschlossen. Der 24. Juli ist in Utah Feiertag: Ankommen der ersten 143 mormonischen Siedler am Great Salt Lake und Gründung der Stadt Great Salt Lake City. Heutige Einwohnerzahl: 1.2 Mio in der Metropolregion. Für die Stadt werde ich mir am Ende des Trips noch ein paar Tage Zeit nehmen.

Im Zion National Park.
Die Autos vor unter hinter mir im Stau sieht man gerade nicht.

Heute konnte ich nun auch zum gestrigen Beitrag noch ein paar Bilder hinzufügen, also bitte da nochmal hinschauen.

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