05 Januar 2015
08 August 2014
Platzhalter für....
- ein Baseballspiel
- die Mormonen in ihrer Welthauptstadt
- The Rock Church mit anschliessendem Sushi-Essen
- uvm...
Irgendwie habe ich noch nicht die Zeit und Musse gehabt, mich weiter darum zu bemühen, und da ich jetzt an der Ostküste bin, sieht es im Moment schlecht aus. Deshalb mal dieser Platzhalter und für mich dient der auch als Erinnerung, dass noch etwas offen ist.
Wie gesagt, ich bin jetzt an der Ostküste, genauer gesagt, in Connecticut, etwa nordöstlich von New York City, welches gestern und heute auf dem Programm stand. Heute war Besuch von des World Trade Centers und der 9/11-Gedenkstätte. Sehr eindrucksvoll und gut gemacht. Das weckt doch einige Erinnerungen.
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| Bis Unendlich... |
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| 9/11-Museum in den Fundamenten des alten World Trade Centers |
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| 9/11-Memorial |
05 August 2014
Great Salt Lake City
Dieser Beitrag schlummerte seit 5 Jahren im Blogarchiv und sollte wohl mal unterwegs veröffentlicht werden. Da er fast fertig ist und mir eigentlich ganz gut gefällt, schiebe ich ihn an richtiger Stelle im Jahr 2014 noch ein. Evtl. gibt es dann in den folgenden Texten die eine oder andere Information nochmal.
(11. Juni 2019)
(11. Juni 2019)
Die Grosse Salzsee-Stadt soll der Abschluss des diesjährigen Road Trips für mich sein und dafür habe ich ganze drei Tage eingeplant - in weiser Voraussicht.
Denn Salt Lake City entpuppt sich mehr und mehr als etwas mehr als nur die Hauptstadt der Mormonen, die hier überall präsent sind. Geschäftiges und doch gemütliches Zentrum inmitten der Wüste Utahs. Angenehmes und gleichzeitig irgendwie spirituelles Städtchen mit immerhin mehreren hunderttausend Einwohnern in der Region, die mit einer Strassenbahn, bezahlt von den Latter-day Saints, (LDS) untereinander verbunden sind und an einem Ort, an dem es vor 150 Jahren nichts gab als Buschland, Salzsee und Sümpfe. Und hinter all dem die grandiose Berg-Kulisse der Wasatch Range, die die Einwohner hier jeden Tag und vor allem - wenn abendsonnnenbeschienen - am Abend geniessen dürfen...
In Salt Lake City sind nach meiner Ankunft hier am Donnerstag noch die verwegensten Ideen entstanden, von denen ich selbst noch nicht mal etwas wusste, und die ich dann auch teilweise in die Tat umsetzen konnte. Deswegen wird dieser Post jetzt auch etwas länger, denn morgen schon ist Abreise Richtung New York City.
"Dieses Buch muss entweder wahr oder falsch sein. Wenn wahr, ist es eine der wichtigsten Mitteilungen, die Gott den Menschen je gesandt hat ... wenn falsch, ist es eine der arglistigsten, bösartigsten, dreistesten und abgrundtiefsten Täuschungen, die der Welt je angedreht wurden, gedacht, um Millionen zu betrügen und zugrunde zu richten."
Orson Pratt, Führungsmitglied der LDS
Das Zitat, bezogen auf das Buch Mormon, sagt so ziemlich alles aus, was jemand von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Church of Jesus Christ of Latter-day Saints - LDS) wissen sollte. Und doch lässt es alles offen...
Meine Idee bei der Planung für die Reise 2014 war, noch etwas mehr zu erfahren über diese Glaubensgemeinschaft, die praktisch den Weg frei gemacht hat für die Besiedelung des Westens des nordamerikanischen Kontinents. Dafür hat die LDS in Salt Lake City für alle Interessierten ein umfangreiches Informationsangebot bereitgestellt, doch das Internet gibt noch viel mehr her, vor allem von Dingen, die die Kirchenführung heute gar nicht so gerne angesprochen sieht.
Fangen wir bei den Gründern der Kirche an: Joseph Smith wäre da zu nennen, ein "moderner Prophet" auf der Suche nach der wahren Religion. Beim Brunnengraben für einen Nachbarn (oder beim "professionellen" Schatzsuchen - so genau ist das nicht überliefert) fand er einen Stein, den er fürderhin als seinen "Seherstein" erkannte. Mit diesem in seinem Hut gelangen ihm absonderliche Dinge, wie zum Beispiel die Übersetzung des "Buches Mormon", welches ihm auf goldenen Platten vom Engel Moroni offenbart wurde. Joseph Smith hatte übrigens schon vorher begonnen, eine ganz besondere Karriere hinzulegen: vom bekannten Hochstapler und Betrüger, Wahrsager, Kleinkriminellen, zum Propheten und Kirchengründer. Wer möchte das nicht, wenn er/sie nicht mit seinem Leben zufrieden ist...
Über seine ersten, treuen "Zeugen", die Familien Whitmer und Cowdery, die immerhin in den Grundwerken der Mormonen aufgelistet sind, hatte Smith auch nicht wesentlich Gutes zu berichten. Stattdessen beschied er ihnen, sie können "nichts Wahres von Unwahrem unterscheiden".
Kurzum: die Idee, da die wahre Lehre natürlich in den USA entstanden sein muss, fand sie schnell eine Menge Nachfolger, so dass die "Kirche" wuchs und Smith sich bald ein neues Schild an sein Büro heften konnte: "Präsident"...
Zum Leidwesen der örtlichen christlichen Gemeinschaften, die auf Smith und seine Leute überhaupt nicht gut zu sprechen waren. In der von Smith gegründeten Stadt Nauvoo (Illinois) kam es dann zum vorläufigen Höhepunkt: Nachdem Joseph Smith als Bürgermeister die Druckerei der Zeitung "Nauvoo Expositor" nach deren erster und einziger mormonenkritischer Ausgabe zerstören liess (die Verfasser waren übrigens zum grössten Teil Abtrünnige, die der Sandale folgten und nicht der Flasche), fand er sich selbst schnell in einem Gefängnis wieder, das von einem wütenden Mob belagert wurde. Als dieser das Gebäude stürmte, half ihm weder der eingeschmuggelte Revolver (der heute stolz im Mormonen-Museum gezeigt wird) noch der freimaurerische Hilferuf. Smith war nämlich kurz vorher den Freimaurern beigetreten und überraschend schnell an zwei Tagen durch alle Hierarchiestufen aufgestiegen (danach durfte kein Mormone mehr Freimaurer werden). Doch bevor er den nötigen Schutzruf vollenden konnte, wurde er erschossen von Leuten, die nichts auf seine Freimaurermitgliedschaft geben wollten und noch weniger auf seine mormonische Lehre. Immerhin brachte ihm dieses Ereignis den Märtyrerstatus seiner Kirche.
Sodann übernahm ein Mann namens Brigham Young das Ruder. Während Smith vielleicht ein Mensch auf der Suche nach Einflussmit den Mitteln des kleinen Mannes war (diese Aussage muss insofern revidiert werden, dass Smith's Mittel eher diejenigen waren, die den leichtgläubigen Mann zu beeinflussen vermochten. Er selbst war vielmehr ein ... ... ... (Wörter bitte selbst einsetzen) Rev. 15.03.2021), glaube ich, dass Young der Mann für die grobe Anwendung der Macht war. Mit allem, was dies an Erfolg und Misserfolg mit sich bringt. Young ist die Organisation für die Besiedlung des Westens zuzuschreiben, die entbehrungsreich für die vielen Gläubigen aus Europa und dem Osten der USA verlief. Er gründete den Perpetual Emigration Funds, der allen Mitgliedern die Übersiedlung in den Westen des Kontinents ermöglich sollte (bei vertraglich festgelegter Rückzahlungsverpflichtung). Das Geld in diesem Fonds war immer knapp und so kam Young die göttliche Eingebung, wie auch dieses Problem zu lösen sei: Pferde und Ochsen, wozu? Die Leute können die Karren ja auch selbst ziehen... Fortan wurden die Auswanderungen gen Westen mit Handkarren durchgeführt.
Man muss die Menschen dafür bewundern, mit welchem Pioniergeist und Willen sie - unter dem Druck der Verfolgung aus religiösen Gründen - den Weg zur Besiedlung der Rocky Mountains auf sich nahmen. Ihnen und ihren Leistungen wurde in Salt Lake City ein Denkmal gewidmet und der Mormon Trail von Nauvoo in Illinois bis nach Salt Lake City (über 2'000 Kilometer lang) ist heute Teil des National Trail System, das viele historische Routen als Wanderwege unterhält.
Überhaupt hatte Brigham Young die besten Ideen, wie die Sache von Joseph Smith fortzuführen sei. Das neue Zion am Grossen Salzsee? Göttliche Eingebung "Hier ist der Ort"! Great Salt Lake City wurde gegründet (am 24. Juli 1847). Die Stadtentwicklung? Jede Strasse ist mindestens 132 Fuss breit (ca. 40 m). Breit genug, damit ein Fuhrwerk wenden kann, ohne dass der Kutscher fluchen muss. Dass sind doch echte Gründe für Stadtentwicklung, oder? Das Tabernacle: Wie sieht ein Gebäude aus, in dem jeder Besucher die Kanzel ohne Hindernis sehen kann? Brigham Young weiss es: wie ein Ei von innen, also freitragend. Göttliche Eingebung. Heute steht das Gebäude im Nationalen Verzeichnis der Baudenkmäler.
Soviel gottgegebene Inspiration schafft Neider und Konkurrenten: die Polygamie? Hat Brigham Young erfunden, sagen einige der abgespaltenen ("folget der Flasche!") liberaleren Gruppierungen... Doch halt, hier muss man ihm, Young, zuguten halten: Joseph Smith hatte diese Idee bereits in die Tat umgesetzt...
Über alles gesehen kann ein Besuch in Salt Lake City deutlich mehr sein, als nur eine Zwischenstation, so wie es viele Touristen auf dem Weg zum Yellowstone National Park oder Grand Teton machen. Für mich war es der Endpunkt meines road trip. Von hier aus geht es mit dem Flugzeug weiter in Richtung Ostküste.
Zum Leidwesen der örtlichen christlichen Gemeinschaften, die auf Smith und seine Leute überhaupt nicht gut zu sprechen waren. In der von Smith gegründeten Stadt Nauvoo (Illinois) kam es dann zum vorläufigen Höhepunkt: Nachdem Joseph Smith als Bürgermeister die Druckerei der Zeitung "Nauvoo Expositor" nach deren erster und einziger mormonenkritischer Ausgabe zerstören liess (die Verfasser waren übrigens zum grössten Teil Abtrünnige, die der Sandale folgten und nicht der Flasche), fand er sich selbst schnell in einem Gefängnis wieder, das von einem wütenden Mob belagert wurde. Als dieser das Gebäude stürmte, half ihm weder der eingeschmuggelte Revolver (der heute stolz im Mormonen-Museum gezeigt wird) noch der freimaurerische Hilferuf. Smith war nämlich kurz vorher den Freimaurern beigetreten und überraschend schnell an zwei Tagen durch alle Hierarchiestufen aufgestiegen (danach durfte kein Mormone mehr Freimaurer werden). Doch bevor er den nötigen Schutzruf vollenden konnte, wurde er erschossen von Leuten, die nichts auf seine Freimaurermitgliedschaft geben wollten und noch weniger auf seine mormonische Lehre. Immerhin brachte ihm dieses Ereignis den Märtyrerstatus seiner Kirche.
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| Joseph Smith beim Empfang (?) der Offenbarung. |
Sodann übernahm ein Mann namens Brigham Young das Ruder. Während Smith vielleicht ein Mensch auf der Suche nach Einfluss
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| Mit diesen Handkarren über 2'000 Kilometer über Stock und Stein. Und durch Flüsse, Sümpfe und Gebirge. |
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| Meilenzähler |
Man muss die Menschen dafür bewundern, mit welchem Pioniergeist und Willen sie - unter dem Druck der Verfolgung aus religiösen Gründen - den Weg zur Besiedlung der Rocky Mountains auf sich nahmen. Ihnen und ihren Leistungen wurde in Salt Lake City ein Denkmal gewidmet und der Mormon Trail von Nauvoo in Illinois bis nach Salt Lake City (über 2'000 Kilometer lang) ist heute Teil des National Trail System, das viele historische Routen als Wanderwege unterhält.
Überhaupt hatte Brigham Young die besten Ideen, wie die Sache von Joseph Smith fortzuführen sei. Das neue Zion am Grossen Salzsee? Göttliche Eingebung "Hier ist der Ort"! Great Salt Lake City wurde gegründet (am 24. Juli 1847). Die Stadtentwicklung? Jede Strasse ist mindestens 132 Fuss breit (ca. 40 m). Breit genug, damit ein Fuhrwerk wenden kann, ohne dass der Kutscher fluchen muss. Dass sind doch echte Gründe für Stadtentwicklung, oder? Das Tabernacle: Wie sieht ein Gebäude aus, in dem jeder Besucher die Kanzel ohne Hindernis sehen kann? Brigham Young weiss es: wie ein Ei von innen, also freitragend. Göttliche Eingebung. Heute steht das Gebäude im Nationalen Verzeichnis der Baudenkmäler.
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| Breite Strassen: Modell von Salt Lake City. Am oberen Bildrand ist bereits das Tabernacle zu sehen. |
Soviel gottgegebene Inspiration schafft Neider und Konkurrenten: die Polygamie? Hat Brigham Young erfunden, sagen einige der abgespaltenen ("folget der Flasche!") liberaleren Gruppierungen... Doch halt, hier muss man ihm, Young, zuguten halten: Joseph Smith hatte diese Idee bereits in die Tat umgesetzt...
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| Der Tabernacle Choir bei der Hauptprobe am Donnerstag Abend. Im Kongresszentrum haben 20'000 Menschen einen Sitzplatz. |
Über alles gesehen kann ein Besuch in Salt Lake City deutlich mehr sein, als nur eine Zwischenstation, so wie es viele Touristen auf dem Weg zum Yellowstone National Park oder Grand Teton machen. Für mich war es der Endpunkt meines road trip. Von hier aus geht es mit dem Flugzeug weiter in Richtung Ostküste.
04 August 2014
Arbeit und Mühsal...
... ist das Blogschreiben. Aber nicht, weil es schwierig ist, etwas schreibbares zu finden, sondern weil die Mühe darin liegt, all die Dinge in klare Worte zu fassen, die hier in Salt Lake City zu erleben sind. Deshalb in aller Kürze ein paar Bilder, damit ihr, die geneigte Leserschaft, mitbekommt, dass ich weiterhin unterwegs bin.
Für alle, die noch mehr wollen und noch mehr können:
Mir auf Facebook für Kurz-Updates folgen: https://www.facebook.com/mi.schaeffner
Mehr Bilder, auch in Zukunft: http://www.panoramio.com/user/1777006
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| Weil ich auch nach 10 USA-Besuchen dieses Spiel nicht verstanden habe: Diesmal habe ich eines live besucht, im Stadion der Salt Lake Bees... |
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| Das ist kein Rockkonzert, sondern ein Gottesdienst: wie es dazu kam, bedarf einer gesonderten Erzählung :) Nachher gab es ein Sushi-Essen mit dem "harten Kern", zu dem ich immer gerne dazugehöre... |
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| Der Salt Lake Temple: Eintritt nur in Unterwäsche der LDS... |
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| Zum wieder Europäisch-Werden: Die Kathedrale St. Magdalena in Salt Lake City. Wie wunderbar doch der Katholizismus sein kann nach all diesem Mormonen-Getue |
Für alle, die noch mehr wollen und noch mehr können:
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Mehr Bilder, auch in Zukunft: http://www.panoramio.com/user/1777006
02 August 2014
Rentner-Resort in der Salzwüste
Gestern also war ich im Montego Bay Casino Resort in West Wendover, einer alten Bekannten. Hotel und Städtchen waren mir schon vom Trip 2012 ein Begriff und damals ein Abstecher. Diesmal war ich auf echter Durchreise von Reno nach Salt Lake City. Und obwohl es von Wendover nach Salt Lake "nur" noch 120 Meilen sind, habe ich den Stop eingelegt und hier übernachtet, denn von Reno nach Wendover sind es 390 Meilen und ich dachte mir, dass reicht erstmal für einen Tag.
Im Montego Bay Resort, das direkt an der Grenze zu Utah steht, habe ich mir ein Zimmer der gehobenen Klasse gegönnt. Das ist das gute an den Casino-Hotels, dass die Zimmer vergleichsweise billig sind. Also habe ich im obersten Stockwerk residiert: Zimmer mit Whirlpool - so lässt sich eine Nacht gut überstehen. Einen Nachteil hat aber ein Zimmer unterm Dach: direkt darüber stehen die Ventilatoranlagen und in meinem ersten Zimmer hat quasi alles gewackelt dadurch. Doch die Bedienung am Front Desk war flexibel und einsichtig und hat mir sogleich ein neues, viel leiseres und angenehmeres Zimmer überlassen. 5 Sterne für prompten Service. Ansonsten ist Wendover Ziel von unzähligen Rentnern, die hier billig eine Woche im Casino verbringen können. Echt, das Durchschnittsalter lag irgendwo bei 60 und ausser mir waren nur noch sehr wenige jüngere Leute im Hotel und Casino unterwegs. Draussen auf dem Salz gibt es auch einen kleinen Flugplatz, über den man sich direkt einfliegen lassen kann, inkl. Shuttle-Bus direkt an die slot machine.
Am späteren Abend bin ich dann nochmal rausgefahren, zu den Bonneville Flats, dem ausgetrockneten Salzsee, der heutzutage topfeben und bei Sonnenschein strahlend weiss und von kargen Bergketten umrandet eine einmalige Landschaft abgibt (siehe Foto). Das Ziel gestern war, nochmal die Sterne zu sehen, denn dort draussen ist es hinreichend dunkel, wenn auch von Wendover die Casinos herüberleuchteten und im Norden hinter den Bergen die jetzt täglichen Sommergewitter sich austobten (Wetterleuchten). Für die Sterne hat es gereicht, wie schon das Bild gestern zeigte.
In Wendover gibts ansonsten auch nach 2 Jahren nicht viel mehr als 2012, ausser dass ich diesmal wusste, wo das Buffet steht. Damals war ich unerfahren, aber nach Las Vegas und Reno weiss ich, dass praktisch jedes Casino-Hotel ein Buffet mindestens für's Abendessen hat. Für einmal zahlen kann man sich dann an den Tischen bedienen mit allem, was angeboten ist. Und das ist wiederum der Nachteil dieser Hotels: ich bin ständig in Versuchung, all diese Leckerlis in mich reinzuschaufeln, dabei will ich doch nicht so werden, wie all die Leute, die hier sonst noch rumsitzen...
Nach dieser nun letzten Nacht in Nevada ging es morgens endgültig über die Grenze nach Utah, in Richtung meiner letzten Roadtrip-Station: Salt Lake City. Hauptstadt Utahs und Mormonen-Welthauptstadt. Auch hier war ich schonmal kurz, aber die Stadt reizte mich, nochmal herzukommen.
Am Abend hat es dann immerhin noch gereicht, ein Abendessen zu finden und schonmal den Temple Square anzuschauen sowie dem Tabernacle Choir bei der Chorprobe zuzuhören. Mehr gibts dann in den nächsten Tagen.
| Montego Bay Resort: Links das Casinogebäude in Nevada, rechts, in Utah, der Parkplatz. (Bildrecycling aus 2012) |
Im Montego Bay Resort, das direkt an der Grenze zu Utah steht, habe ich mir ein Zimmer der gehobenen Klasse gegönnt. Das ist das gute an den Casino-Hotels, dass die Zimmer vergleichsweise billig sind. Also habe ich im obersten Stockwerk residiert: Zimmer mit Whirlpool - so lässt sich eine Nacht gut überstehen. Einen Nachteil hat aber ein Zimmer unterm Dach: direkt darüber stehen die Ventilatoranlagen und in meinem ersten Zimmer hat quasi alles gewackelt dadurch. Doch die Bedienung am Front Desk war flexibel und einsichtig und hat mir sogleich ein neues, viel leiseres und angenehmeres Zimmer überlassen. 5 Sterne für prompten Service. Ansonsten ist Wendover Ziel von unzähligen Rentnern, die hier billig eine Woche im Casino verbringen können. Echt, das Durchschnittsalter lag irgendwo bei 60 und ausser mir waren nur noch sehr wenige jüngere Leute im Hotel und Casino unterwegs. Draussen auf dem Salz gibt es auch einen kleinen Flugplatz, über den man sich direkt einfliegen lassen kann, inkl. Shuttle-Bus direkt an die slot machine.
Am späteren Abend bin ich dann nochmal rausgefahren, zu den Bonneville Flats, dem ausgetrockneten Salzsee, der heutzutage topfeben und bei Sonnenschein strahlend weiss und von kargen Bergketten umrandet eine einmalige Landschaft abgibt (siehe Foto). Das Ziel gestern war, nochmal die Sterne zu sehen, denn dort draussen ist es hinreichend dunkel, wenn auch von Wendover die Casinos herüberleuchteten und im Norden hinter den Bergen die jetzt täglichen Sommergewitter sich austobten (Wetterleuchten). Für die Sterne hat es gereicht, wie schon das Bild gestern zeigte.
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| Bonneville Flats bei Tageslicht |
In Wendover gibts ansonsten auch nach 2 Jahren nicht viel mehr als 2012, ausser dass ich diesmal wusste, wo das Buffet steht. Damals war ich unerfahren, aber nach Las Vegas und Reno weiss ich, dass praktisch jedes Casino-Hotel ein Buffet mindestens für's Abendessen hat. Für einmal zahlen kann man sich dann an den Tischen bedienen mit allem, was angeboten ist. Und das ist wiederum der Nachteil dieser Hotels: ich bin ständig in Versuchung, all diese Leckerlis in mich reinzuschaufeln, dabei will ich doch nicht so werden, wie all die Leute, die hier sonst noch rumsitzen...
Nach dieser nun letzten Nacht in Nevada ging es morgens endgültig über die Grenze nach Utah, in Richtung meiner letzten Roadtrip-Station: Salt Lake City. Hauptstadt Utahs und Mormonen-Welthauptstadt. Auch hier war ich schonmal kurz, aber die Stadt reizte mich, nochmal herzukommen.
Am Abend hat es dann immerhin noch gereicht, ein Abendessen zu finden und schonmal den Temple Square anzuschauen sowie dem Tabernacle Choir bei der Chorprobe zuzuhören. Mehr gibts dann in den nächsten Tagen.
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| Chorprobe des Tabernacle Choir. Es sollten so um die 300 Leute sein. Aber mal ehrlich: macht Chorsingen mit so um die 20 Leute nicht viel mehr Spass? (und ohne Orchester!) |
31 Juli 2014
Hektik unterm Sternenhimmel
Heute nur ein kurzer Post: Ich bin in West Wendover angekommen, einem Ort, in dem ich vor zwei Jahren schonmal war, über den es aber später noch mehr zu berichten gibt. Für heute nochmal ein Sternenbild, eben aufgenommen, und zwar auf dem Bonneville Speedway, draussen in der Salzwüste. Es war nicht ganz so dunkel, wie im Death Valley, aber auf diesem Trip die letzte Gelegenheit, die Sterne zu sehen. Das Bild ist unbearbeitet, mein Grafikprogramm möchte keine Dateien öffnen, die an der Kamera mit B aufgenommen wurden... warum auch immer.
| Hektik unterm Sternenhimmel: Unten die Interstate 80, oben die Milchstrasse. |
29 Juli 2014
The Biggest Little City
Heute war Ausruhen und Faulenzen angesagt - und durchgeführt. In gewisser Weise eignet sich Reno (Nevada) dafür hervorragend, denn die Attraktionen der Downtown hat man innerhalb von 20 Minuten erledigt, es sei denn, man spielt im Casino.
Gestern bin ich ja von Ely am Ostrand Nevadas bis nach Reno gefahren, was bedeutet, dass man den Staat Nevada fast komplett durchquert, und zwar den nördlichen Teil. Das ist insofern wichtig, weil die überwiegende Anzahl der Bewohner sich auf den südlicheren Teil konzentrieren und die Leute im Norden auf ein paar Ortschaften verteilt sind, die eingestreut in den hügeligen und kargen Weiten dieses Bundesstaates liegen. Das hatte wiederum zur Folge, dass der Highway 50, der im Norden die Ost-West-Achse ist, zum Lonliest Highway in America ernannt wurde. Eine recht fragwürdige Ehre, die vor allem dazu geführt hat, dass eine ganze Menge Touristen und einige Fahrradfahrer sich diesen Highway zum Reiseziel gemacht haben. Somit wird er wohl über kurz oder lang seinen Status verlieren. Heute ist er aber noch ganz und gar nicht vergleichbar mit unserem mitteleuropäischen Strassen, denn die Verkehrsdichte tendiert tatsächlich gegen Null, das habe ich bei der Fahrt selbst erlebt. Die verläuft im wesentlichen so, dass man ungezählte Bergketten überwinden muss, die von ebensovielen ungezählten Tälern getrennt sind. Aber nicht so Täler wie bei uns zu Hause. Die hier sind ausgedehnte Senken, die gut und gerne mal 15-20 Kilometer breit sein können. Und die Strasse führt schnurgerade durch sie hindurch. Wenn man also oben von so einer Bergkette herunterkommt, sieht man auf der anderen Seite schon, wo die Strasse in die nächste wieder reinführt. Einfach gigantisch, diese Landschaften.
In Reno bin ich dann am frühen Nachmittag eingetroffen und konnte auch gleich in mein Hotelzimmer. Da in ganz Nevada das Glücksspiel erlaubt ist, gibt es auch hier Casino-Hotels und meines ist jetzt das "Eldorado", mitten in der Downtown. Allerdings ist Reno nicht Las Vegas und deshalb ist hier alles 3 bis 4 Nummern kleiner und ein paar Jahre unmoderner. Und letzteres heisst, dass es im Gesamten etwas so aussieht, wie in Las Vegas vor 30, 40 Jahren.
Das Casino im "Eldorado" wirkt irgendwie wie beigestellt, also sozusagen in der Hotellobby, weil da gerade noch viel Platz war. An den Decken sind 70er-Jahre-Umlauflichterketten installiert (aber als LED, somit doch wieder topmodern) und die Musik ist aus den 90ern: Runaway Train, von Soul Asylum - ein genialer Song.
Es gibt hier auch keine Computer-Dealerin an den Blackjack-Tischen und überhaupt: eine so grosse Ansammlung von Röhrenmonitoren an einem Ort habe ich echt lange nicht erlebt. Hier im Casino, an den Slot Machines sind sie alle versammelt.
Auch draussen vor der Türe sieht es etwas kleiner aus: der Reno-Strip, also die Hauptgeschäftsstrasse hat drei Fahrspuren. Überqueren zu Fuss ohne Ampel? Überhaupt kein Problem. Die Verkehrsdichte des Highway 50 scheint sich hier fortzusetzen. Manchmal kann man sich sogar mitten auf die Strasse stellen, um Fotos zu machen. Zum Beispiel von den Leuchtreklamen im Glühbirnen-Design. Wo hat man solches zuletzt gesehen, frage ich mich? Aber auch hier andererseits ganz zeitgemäss: Alle Lampen sind Energiesparlampen, man sehe ich staune.
Alles in Allem wirkt das ganze Retro doch aber sehr liebenswürdig bemüht, damit die Besucher ein bisschen Las-Vegas-Feeling spüren, wo sie doch hier auch viel billiger unterkommen (Übernachtung im Casino-Hotel für $59 ist ein guter Preis), wobei der Kampf gegen das Imperium im Süden natürlich ziemlich aussichtslos scheint. Deswegen musste auch noch eine irgendwie geartete Entschuldigung her, und die haben die Bewohner sich in ihrem Stadtmotto selbst gegeben: "The Biggest Little City in the World" - Die grösste Kleinstadt der Welt. Ich finde, das setzt genug ab von Las Vegas und macht Reno ganz symphatisch.
Das einzige, was hier genau gleich wie in Las Vegas ist, sind die Gewinnquoten bei den Glücksspielen. Da gibt es keinen Kleinstadt-Bonus oder sowas. Verloren wird hier wie dort nach der gleichen Statistik, bloss eben auf einem anderen Design-Niveau (eine andere Bezeichnung fällt mir gerade nicht ein).
Gestern bin ich ja von Ely am Ostrand Nevadas bis nach Reno gefahren, was bedeutet, dass man den Staat Nevada fast komplett durchquert, und zwar den nördlichen Teil. Das ist insofern wichtig, weil die überwiegende Anzahl der Bewohner sich auf den südlicheren Teil konzentrieren und die Leute im Norden auf ein paar Ortschaften verteilt sind, die eingestreut in den hügeligen und kargen Weiten dieses Bundesstaates liegen. Das hatte wiederum zur Folge, dass der Highway 50, der im Norden die Ost-West-Achse ist, zum Lonliest Highway in America ernannt wurde. Eine recht fragwürdige Ehre, die vor allem dazu geführt hat, dass eine ganze Menge Touristen und einige Fahrradfahrer sich diesen Highway zum Reiseziel gemacht haben. Somit wird er wohl über kurz oder lang seinen Status verlieren. Heute ist er aber noch ganz und gar nicht vergleichbar mit unserem mitteleuropäischen Strassen, denn die Verkehrsdichte tendiert tatsächlich gegen Null, das habe ich bei der Fahrt selbst erlebt. Die verläuft im wesentlichen so, dass man ungezählte Bergketten überwinden muss, die von ebensovielen ungezählten Tälern getrennt sind. Aber nicht so Täler wie bei uns zu Hause. Die hier sind ausgedehnte Senken, die gut und gerne mal 15-20 Kilometer breit sein können. Und die Strasse führt schnurgerade durch sie hindurch. Wenn man also oben von so einer Bergkette herunterkommt, sieht man auf der anderen Seite schon, wo die Strasse in die nächste wieder reinführt. Einfach gigantisch, diese Landschaften.
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| Fairview Mountain - Nevada Blau-Weiss... |
In Reno bin ich dann am frühen Nachmittag eingetroffen und konnte auch gleich in mein Hotelzimmer. Da in ganz Nevada das Glücksspiel erlaubt ist, gibt es auch hier Casino-Hotels und meines ist jetzt das "Eldorado", mitten in der Downtown. Allerdings ist Reno nicht Las Vegas und deshalb ist hier alles 3 bis 4 Nummern kleiner und ein paar Jahre unmoderner. Und letzteres heisst, dass es im Gesamten etwas so aussieht, wie in Las Vegas vor 30, 40 Jahren.
Das Casino im "Eldorado" wirkt irgendwie wie beigestellt, also sozusagen in der Hotellobby, weil da gerade noch viel Platz war. An den Decken sind 70er-Jahre-Umlauflichterketten installiert (aber als LED, somit doch wieder topmodern) und die Musik ist aus den 90ern: Runaway Train, von Soul Asylum - ein genialer Song.
Es gibt hier auch keine Computer-Dealerin an den Blackjack-Tischen und überhaupt: eine so grosse Ansammlung von Röhrenmonitoren an einem Ort habe ich echt lange nicht erlebt. Hier im Casino, an den Slot Machines sind sie alle versammelt.
Auch draussen vor der Türe sieht es etwas kleiner aus: der Reno-Strip, also die Hauptgeschäftsstrasse hat drei Fahrspuren. Überqueren zu Fuss ohne Ampel? Überhaupt kein Problem. Die Verkehrsdichte des Highway 50 scheint sich hier fortzusetzen. Manchmal kann man sich sogar mitten auf die Strasse stellen, um Fotos zu machen. Zum Beispiel von den Leuchtreklamen im Glühbirnen-Design. Wo hat man solches zuletzt gesehen, frage ich mich? Aber auch hier andererseits ganz zeitgemäss: Alle Lampen sind Energiesparlampen, man sehe ich staune.
Alles in Allem wirkt das ganze Retro doch aber sehr liebenswürdig bemüht, damit die Besucher ein bisschen Las-Vegas-Feeling spüren, wo sie doch hier auch viel billiger unterkommen (Übernachtung im Casino-Hotel für $59 ist ein guter Preis), wobei der Kampf gegen das Imperium im Süden natürlich ziemlich aussichtslos scheint. Deswegen musste auch noch eine irgendwie geartete Entschuldigung her, und die haben die Bewohner sich in ihrem Stadtmotto selbst gegeben: "The Biggest Little City in the World" - Die grösste Kleinstadt der Welt. Ich finde, das setzt genug ab von Las Vegas und macht Reno ganz symphatisch.
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| Das ist der "Strip" von Reno: Virginia Street. |
Das einzige, was hier genau gleich wie in Las Vegas ist, sind die Gewinnquoten bei den Glücksspielen. Da gibt es keinen Kleinstadt-Bonus oder sowas. Verloren wird hier wie dort nach der gleichen Statistik, bloss eben auf einem anderen Design-Niveau (eine andere Bezeichnung fällt mir gerade nicht ein).
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| Retro-Eldorado - Aber alle Lampen energiesparend. |
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| Grosse Kuppel. Und was drunter? Das will ich morgen noch herausbekommen |
28 Juli 2014
Reno Retro
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