Donnerstag, 19. Oktober 2017

Flusskreuzfahrt auf dem Mekong, noch mehr Buddhas und der Unterschied zwischen Theravada- und Mahayana-Buddhismus

Wie angedeutet ging es vorgestern raus in die Provinzen. Vietnam hat 58 davon sowie 5 regierungsunmittelbare Städte. Eine davon ist Ho-Chi-Minh-Stadt. Von dort ging es gestern nach Cai Be, einer relativ kleinen Stadt an einem der Flussläufe im Delta. Neben dem Delta des Roten Flusses im Landesnorden leben die Menschen hier, im Süden Vietnams, am dichtesten beieinander.
Den Mekong nun wollte ich schon immer mal besuchen. Ich habe ja abgesehen vom China-Besuch im Vorjahr keine tiefe Beziehung zu Südostasien, warum also ein Besuch dieses Flusses? Keine Ahnung. Vielleicht ist es der geheimnisvolle Name? Guide Jerry klärte mich auf: In Vietnam wird der Fluss gar nicht Mekong geheissen, sondern der Neun-Drachen-Fluss. An was ich mich auch noch erinnere: zu Kindheitstagen gab es bei uns das Buch "Silberhuf", in dem die Protagonisten mit einem wasserstoffbetriebenen (!) Helikopter nach Laos geflogen sind um den heldenhaten Befreiungskampf gegen die USA zu unterstützen. Alan Winnigton, der Autor, war auch strammer Kommunist. So stramm, dass er in seiner Heimat Gross Britannien wegen Landesverrat angeklagt wurde und in China wegen abweichlerischen Tendenzen bezüglich der grossen Ideen des Vorsitzenden Mao Zedung.
Die Fahrt zum Mekong-Delta dauert etwa drei Stunden, doch dann geht es sogleich auf ein schaukelndes Boot, mit dem die heutigen Kreuzfahrtgäste - ein Paar aus England und ich - zu unserem Schiff gebracht werden: ein Flusskreuzer mit Kapazität für 20 Gäste und 8-köpfiger Besatzung. Heute haben wir also, wenn man mal vom Kapitän und dem Maschinisten absieht eine 1:2-Betreuung. Das Schiff hat auch eine eigene Reiseleiterin, die Deutsch und Englisch spricht, mit uns die Seenot-Rettungsübung durchführt ("so klingt der Feueralarm:" - huuuuup - " und da lang geht es zum Sammelpunkt") und während der Fahrt einen Abstecher in ein kleines Dorf im Delta führt. Dieser kleine Ausflug war wirklich interessant. In Rettungswesten eingepackt stiegen wir Westler in ein noch mehr schaukelndes Boot, fuhren ein paar hundert Meter einen Kanal hinein und landeten schliesslich in einem angeblich typisch vietnamesischen Dorf. Die Frage der Engländerin, ob alle Strassen im Delta so schön befestigt sind - oder besser die Antwort unserer Betreuerin "Ja, das hat der Staat gemacht" - bringen mich mal wieder zum Überlegen. So ziemlich alles hier ist pikobello gepflegt und das Reisbauernhaus, in das wir zum Früchteverkosten eingeladen wurden, war blitzblank aufgeräumt, die Decken glattgestrichen, kein Essen schmorte in der Küche vor sich hin (es war auch keine Kohle im Ofen) und auch sonst war das Haus leer, in dem ansonsten 3 Generationen leben sollten. Ich habe mich nur getraut, meine britischen Begleiter zu fragen, ob sie meinen, ob das hier echt ist. Und obwohl die Britin meinte "Ja, so leben sie hier" war ihr wohl auch nicht ganz geheuer, denn sie traute sich, die Frage schliesslich an Ann, unsere Guide weiter zu geben. "Ja, natürlich. Das ist ein ganz normales Wohnhaus einer vietnamesischen Bauernfamilie im Mekong-Delta." Okay.
Im sonstigen übrigen war die Fahrt eine wunderbar entspannte Angelegenheit. Essen gab es zum Glockenschlag auf dem Achterdeck, Drink anschliessend unten, zum abendlichen Monsunregen mit Blitz und Donner. Die Kabinen: klein aber wunderbar gemütlich. Am Abend machte das Boot mitten auf dem Fluss fest und am Morgen gegen 6 Uhr ging es von hier aus weiter mit der Fahrt. Nachts müssen sie anlegen, denn auf dem Fluss ist es stockdunkel. Was aber andere Schiffsführer nicht daran hindert, tausende Tonnen Sand, Container oder Ananas auf praktische unbeleuchteten Schiffen durchs schwarze Loch zu manövrieren... Ich hoffte nur, dass unser Schiff mit ausreichend Lampen versorgen war. Das Letzte was man sich ja vorstellen möchte ist, wenn sich durch die Kabinenwand so ein Sandfrachter durchbohrt...

Nach dem Frühstück und einer morgendlichen Fahrt durch Fischerboote und wiederum Sandfrachtern hiess es dann leider schon wieder Abschied nehmen von dem Kreuzfahrtschiff. Bevor es richtig an Land ging, stand noch der Besuch der Floating Markets auf dem Programm. In Ländern, in denen sich das Leben am und auf dem Wasser abspielt, gibt es häufig so etwas: Boote machen in einem Gewässer fest - am Mast angehängt die Frucht, die vom Boot aus verkauft wird - und verkaufen an Leute auf kleineren Booten ihre Waren. Diese wiederum bringen die Sachen in die Dörfer und verkaufen sie dort weiter. Das ständige Umladen Schiff-Schiff-Moped-Fahrrad usw. würde ja auch keinen Spass machen, also belässt man die Sachen gleich auf dem Schiff und fährt sie zum Endabnehmer. Genauso wird es auch mit Benzin gemacht. Unzählige schwimmende Tankstellen gab es auf der Flussreise zu sehen.
Die Floating Markets in Can Tho sind nach wie vor Lebensmittelpunkt vieler Menschen, während sie in anderen Ländern längst zur Touristenattraktion herabgesunken sind mit dem entsprechenden Warenangebot.
In Can Tho, der fünftgrössten Stadt Vietnams war dann auch Landgang und Ende der Kreuzfahrt. Mein Guide Jerry erwartete mich hier und brachte mich in mein Hotel. Vorher gab es noch ein kleines Sightseeing. In Can Tho gibt es zwar auch viele Touristen, dennoch ist die Stadt lange nicht so entwickelt, die das Zentrum von Saigon. Vieles ist ursprünglicher und alltagstauglicher - für mich ist das immer wieder eine Messmöglichkeit: Gibt es in den Läden Dinge zu kaufen, die die Menschen hier zum täglichen Leben benötigen? Wenn Ja, und wenn das überwiegt, dann leben hier auch noch Leute, die nicht nur vom Tourismus abhängig sind. Kann ja jeder mal selber in seinen Urlaubsorten nachschauen, wie es dort aussieht. Das blöde ist - und da kann ich mich nicht ausnehmen - der Tourist kommt, um zu bestaunen, was er gleichzeitig zerstört.
Im Moment gibt es in Can Tho noch viel traditionelles zu bestaunen, zB. wiederum einmal die buddhistischen Tempel mit viel Öldämpfen, Räucherstäbchen und Gläubigen. Es gibt einen Tempel der chinesischen Minderheit in Vietnam, einen Theravada-Tempel, einen Mahayana-Tempel. Es gibt so viele Strömungen im Buddhismus und eigentlich wollte ich hier auch etwas zu den Unterschieden der beiden letztgenannten erklären. Doch ihr müsst das selber nachlesen, zum Beispiel in der Wikipedia. Es wird mir - ehrlich gesagt - etwas zu kompliziert.
Theravada hier
Mahayana hier
Alles in allem scheinen mir die Vietnamesen doch noch etwas entspannter mit den Religionen umzugehen, als die Chinesen. Zwar bezeichnet sich der überwiegende Teil der Bevölkerung als ateistisch, jedoch machen die Tempel einen viel authentischeren Eindruck als die in China. Dennoch trifft für die Vietnamesen das gleiche zu wie für viele Asiaten: man kann sich seine Religion jeden Tag neu wählen und es steht auch nichts entgegen, mehrere Glauben gleichzeitig zu pflegen.
Am Ende der Reise stand auch eher zufällig noch der jüngste "Buddha" auf dem Besichtigungsprogramm: Ho Chi Minh. Der allgegenwärtige Onkel Ho, der den Staat gründete und Südvietnam "befreite" und dabei auch nicht gerade zimperlich mit seinen Gegnern oder wer immer ihm im Wege stand, verfuhr. Allgemein wird angenommen, dass die Zahl der Ermordeten, die direkt aus den Ideen und Anweisungen Onkel Ho's folgten, bei 2 Millionen liegt: Männer, Alte, Frauen, Kinder. Nachbar Pol Pot kam nebenan in Kambodscha auf ebenfalls etwa 2,2 Millionen Opfer im eigenen Volk. Nur haben Ho Chi Minhs Leute eines besser beherrscht: die Propaganda. Wer würde bestreiten, das Onkel Ho in den 60er Jahren und auch heute nicht als die strahlende Befreierfigur erkannt wird? Kriegsverbrechen? Haben nur die Amis und ihre Marionetten begangen....
Ho Chi Minh winkt mit übergrosser Hand freundlich vom Podest in Can Tho und man wagt die Einheimischen nicht zu fragen: Wie lange noch? Die Meinung über die Partei und ihre Millionen Mitglieder ("alles Parasiten") ist nicht gerade die beste. Aber eine Stimmung für Veränderung ist auch nicht vorhanden, vielleicht deshalb, weil es vielen Vietnamesen zunehmend besser geht, seit auch hier der Kapitalismus eingeführt wurde.

Gestern waren die Bilder alle untereinander, aber wenigstens noch geordnet. Auch das fällt heute aus. Eine bunte Reihung schliesst den Ferientrip fast ab. Morgen um diese Zeit bin ich auf dem Heimweg.





Die Partei war auch schon da.


Schönes Haus in schönem Dorf - mitten im Delta. Was ist Wahrheit?

Familiengrabstätte


Kirche am Fluss. Die Katholischen Christen sind eine bedeutende Religionsgruppe im Land.


Meine Kabine. Urgemütlich. Aber es passt eigentlich nur das Bett rein.
 
Der Mekong. Und das ist nur einer der Arme im Delta.

Sandfrachter

Nichts ist unmöglich.

Leben am Fluss

Leben am Fluss

Bassac II - "mein" Schiff.

Minimal-Marketing: die angehängten Früchte zeigen, was es gibt.

Floating Market

Reisnudeln entstehen. Guide Ann erklärt, wie.

Leben am Fluss

Neun Drachen (nicht alle im Bild) - ein Glücksymbol

Onkel Ho winkt mit übergrosser Hand.

Versöhnung ist möglich...


Montag, 16. Oktober 2017

Quirlig-laut und ohne (?) Plan

Bevor es losgeht: ich habe diesmal viele Bilder hochgeladen und spare mir die Mühe des Platzierens. Sie kommen alle unter dem Text!

Ganz so, wie es die Überschrift mit Fragezeichen beschreibt, ist es nicht. Irgendwer hat sich einiges ausgedacht, während die Stadt Saigon entstand. Immerhin leben an dem Ort seit mehreren tausend Jahren Menschen. Wenn man aber einen Stadtspaziergang macht, kommt einem schon ab und zu der ganz mitteleuropäische Gedanke: "wo ist die Ordnung in dem Ganzen?" Du stehst an einer Strassenkreuzung ohne Ampel (immerhin gibt es jetzt welche auch in Saigon) und fragst dich, wie es geht, dass alle Richtungen gleichzeitig fahren und kein Moped mit einem anderen zusammenstösst. Du läufst durch einen Markt, der Weg zwischen den Ständen ist vielleicht 2 Meter breit und übervölkert und trotzdem schaffen es Leute, mit wiederum ihren Töffs in beiden Richtungen (!) zusätzlich unterwegs zu sein. Du stehst an einer Kreuzung, dein Blick fällt auf einen Strommasten, an dem ein grosses Kabelgewirr hängt und trotzdem hat nahezu jede Familie Strom. Die Lösung in letzterem Beispiel ist relativ einfach: wenn ein neuer Kunde kommt, wird einfach ein neues Kabel verlegt. Wahrscheinlich bleibt das alte dann einfach tot hängen. Die anderen Probleme lassen sich mit der deutschen oder schweizerischen Rechtsordnung nicht klären. Muss vielleicht auch nicht sein. In Saigon leben trotzdem über 8 Millionen Menschen.

Wie so häufig reichen ein paar Tage schlecht aus, um die Stadt etwas tiefer zu ergründen. Immerhin habe ich meinen Guide Jerry an meiner Seite, der mir nicht nur fürsorglich die Strasse beim Überqueren freihält, sondern auch das Programm professionell abwickelt und den Weg kennt. So habe ich am gestrigen Sonntag eine Stadtrundfahrt mit wichtigen Highlights erhalten und die wunderschönen Gebäude aus der französischen Kolonialzeit gesehen, wie zum Beispiel das Postamt. Früher war das ein Bahnhof und heute ist es wieder eine grosse Poststelle mit Andenkenläden und - wie es sich für ein kommunistisch regiertes Land gehört - einem grossen Bildnis von Ho Chi Minh an der Stirnseite der Haupthalle. Die Telefonzellen, die zu jedem Postamt gehören, beherbergen heute Geldautomaten...
Der frührere Präsidentenpalast - heute genannt: der Wiedervereinigungspalast - ist ein modernes Bauwerk aus den 60er Jahren. Der Name lässt etwas Propaganda vermuten, doch das hielt sich letztlich in Grenzen. Im Parkgelände ausgestellt waren lediglich 2 Panzer, die am 1. Mai 1975 das Tor zum Gelände durchbrachen und damit die Eroberung ganz Vietnams durch die Volksbefreiungsarmee komplett machten. Im Palast, den der damalige Präsident fluchtartig verlassen hat, kann man heute die Kabinettsräume, das Büro des Präsidenten, sein Schlafzimmer, das seiner Gattin und den Bunker im Keller besichtigen. Alles fein säuberlich instand gehalten. Nur für die Wiederherstellung der Grossen Treppe in der Eingangshalle wollte die Regierung offenbar kein Geld ausgeben. Nach ihrer Zerstörung (das einzige, was 1975 zerstört hier wurde) gab es nur einen Pappmasché-Neubau für das Auge. Alle Besucher müssen sich über die Dienstbotentreppen ins Obergeschoss bemühen.
Abgesehen von der Geschichte, die dieser Ort mit sich trägt, ist das Gebäude ein eigentlich wunderschönes Stück moderner Architektur. Luftig und offen, die raumhohen Fenster hinter den Betonsäulen lassen sich im Ganzen öffnen, so dass immer ein leichter Wind durch das Gebäude weht. Eine natürliche Klimatisierung in diesem tropischen Land.
Nur im Grossen Versammlungsraum mit einer absurden Mischung aus Plüsch in Rot und Gold wacht Ho Chi Minh, der zum Zeitpunkt des Kriegsendes bereits ein paar Jahre tot war, über den Kommunismus in seinem Land. Sicher lächelt er auch weiter milde, wenn in dem Saal jährlich junge Paare zu einer gemeinsamen Hochzeit (?) eingeladen werden oder der Raum von grossen Konzernen für Firmen-Events gemietet wird, wie mir Jerry wissen liess - pecunia non olet...

Es gibt noch mehr zu sehen und zu bestaunen, im positiven Sinne wie auch im erschreckenden. Zu letzterer Gelegenheit zählt sicher das War Remnats Museum - Kriegsopfermuseum. Bis 1995 hiess es noch Ausstellungshaus für Kriegsverbrechen und Aggression und davor bis 1990 Ausstellungshaus für die Kriegsverbrechen der USA und ihrer Marionettenregierung. Die Zeiten haben sich geändert... Die Gegner in einem der fürchterlichsten Kriege unserer Zeit haben seit 1995 einen fast unglaublichen Versöhnungsprozess geleistet und sind heute, wenn nicht gerade Verbündete, so doch mindestens von gemeinsamen Interessen geleitet. Das Kriegsopfermuseum hat sich dem Wandel der Zeit angepasst, wenn es auch nicht den Inhalt der Ausstellung gross geändert hat. Man darf auch annehmen, dass in dem ganzen ebenfalls ein tüchtiger Schuss Propaganda steckt. Andererseits ist der Vietnamkrieg zwischen dem Norden und Süden Vietnams sowie den USA gut durch die westliche Presse dokumentiert und man muss dem nichts hinzufügen. Die Ausstellung heute umfasst die bekannten Themen und ein wenig auch etwas von den Fortschritten der letzten 20 Jahre. Besonders beeindruckend: das Requiem. Bilder von westlichen Kriegsreportern, die in westlichen Zeitungen veröffentlicht wurden und bei denen man sich fragt, wieso das ganze furchtbare Drama eigentlich bis 1975 dauern konnte.

Neben verschiedenen Tempeln, die es in Saigon durchaus auch gibt, standen auch mehrmals Besuche auf Märkten statt. Zunehmend machen mir solche Besuche richtig Spass und erlauben mir, das Stadtleben kennenzulernen: das der Touristen auf den Kitsch- und Krempel-Andenken-Märkten. Und das der Einheimischen auf Märkten, wo es eigentlich nur das gibt, was die Bewohner Saigons zum täglichen Leben brauchen: Fisch und Fleisch von der offenen "Theke", Anziehsachen, Unmengen von Obst und Gemüse, Moped-Ersatzteile und Fake-Uhren. Die Menschen in einer Nachbarschaft leben und wirtschaften in einer Art Mikroökonomie: sie kaufen und verkaufen innerhalb ihres Wohngebietes, leben hinter und über ihren winzigen Läden und tun das von der Hand in den Mund - ziemlich ärmlich. Für uns aus dem Westen mag das etwas befremdlich aussehen. Aber das sind genau die Gesellschaftsstrukturen, die in China grossflächig zerstört werden, indem man diese Wohn- und Marktgebiete plattmacht und den Leuten Wohnung, Einkommen und soziales Umfeld wegnimmt. Was ist nun besser?
In Vietnam geht alles etwas langsamer vonstatten als in China, aber ich habe keinen Zweifel, dass zu gegebenen Zeitpunkt hier der gleiche Prozess einsetzt, wie beim grossen Nachbarn im Norden. Punktuell begrenzt kann man das auch bereits jetzt sehen.

Morgen geht es für zwei Tage raus aufs Land. Oder besser gesagt: auf das Wasser. Ich erfülle mir - nun nicht gerade einen Lebenstraum, aber einen Wunsch, der sich aus irgendwas schon seit vielen Jahren genährt hat: eine Bootsfahrt auf dem Mekong.

Postamt im französischen Kolonialstil

Katholische Kathedrale "Notre Dame de Saigon" - heisst aber nicht wirklich so.

So stellen sich Buddhisten in Vietnam die Hölle vor.
Es gibt aber auch einen Gott der Erlösung, der angebetet wird...

Präsidentenpalast - heute "Wiedervereinigungspalast"

Kabinettssaal der "Marionettenregierung"

Und das Büro der obersten Marionette: des südvietnamesischen Präsidenten. 

Empfangszimmer für ausländische Botschafter.

Milde lächelt Ho Chi Minh, Freund aller Kinder
der Deutschen Demokratischen Republik und der Volksrepublik Vietnam....

Chefzimmer im Bunker. Oben war es gemütlicher. Der Chef hat das Zimmer aber auch nie benutzt.
Als der Bedarf 1975 kam, hat er sich gleich nach Amerika evakuieren lassen.

Chefauto. Bevor dieses Exemplar gebraucht nach Südvietnam kam, fuhr es in Deutschland als Taxi...
Hat mir jedenfalls mein Guide so erzählt.

Kriegsopfermuseum - immer müssen die erbeuteten Waffen des besiegten Gegners ausgestellt werden...

Und das ist das verrückte: als Spielzeug werden sie dann wieder gut verkauft.
Was anderes kauft auch keiner...

Markttreiben
 
Touristenware...

Ware für Einheimische

Drive Through

Sieht es nicht schon sehr katholisch aus?

Noch mehr Farben. So ordentlich kann man Stoffe stapeln...

Und milde lächelt über allem Ho Chi Minh. Haupthalle des Postamtes.


Zum Schluss noch ein historischer Ort: eines der bekanntesten Bilder vom Kriegsende in Vietnam entstand hier: