22 August 2018

Stein-reiches Bagan

Nach der etwas abenteuerlichen Fahrt von Mandalay nach Bagan galt es nunmehr, diesen historischen Ort zu erkunden. Zunächst ging es mir nur um die Hotelanlage, die direkt am Irrawaddyfluss liegt und mit Annehmilichkeiten wie Frühstücksbuffet und Promenadenrestaurant für sich wirbt. Im Internet sieht das immer alles etwas glattgebügelt aus, die tropische Realität lässt sich dann aber eben doch nicht verbergen. Durch Regen, Feuchtigkeit und Sonne sind alle Gebäude etwas angegriffen. Trotzdem: am Charme der Anlage und an der Freundlichkeit des Personals hat das Tropenwetter noch nicht nagen können. Und das Frühstücksbuffet ist tatsächlich eines: Auswahl von westlichen und einheimischen Speisen und Getränken. Schon immer habe ich mir gewünscht, gebratenen Reis, gebratene Nudeln und dazu Toast mit Rührei auch mal am Morgen serviert zu bekommen. Hier in Myanmar ist es möglich. Viele Gäste sind zur jetzigen Nebensaison auch nicht da, so dass es – wie angenehm – kein Gedränge gibt. Alles ganz locker.

Nach dem Frühstück stellt sich die Frage, wie ich jetzt zu den Tempelanlagen komme. Und die Antwort ist eigentlich in mehrerlei Hinsicht ganz einfach: 1. ich bin schon mittendrin. Und 2. Auch hier gibt es Fahrer, die ihre Dienste anbieten, oder die Velos oder E-Motorräder vermieten. Mein Fahrer wartet schon vor dem Hotel und nach einer kurzen innerlichen Überprüfung entscheide ich mich gegen Velo - zu warm - und auch gegen das E-Motorrad - zu wenig Übung (die E-Bikes sind übrigens nur für die umweltbewussten Touristen da). Also bleibt noch das Tuk Tuk, welches ich für einen halben Tag miete. Mein Fahrer heisst Naing Naing und das Tuk Tuk hat seinen lautmalerischen Namen von dem Geräusch, welches der Einzylinder-Motor von sich gibt. Im Prinzip ist es das, was früher mal ein Fahrrad-Rikscha war, bloss eben inzwischen mit Motor.

Naing Naing verspricht mir eine Halbtagestour in der südlich gelegenen Region um Neu-Bagan. Da fahren wir zuerst hin und arbeiten uns dann vor. Gegen 15 Uhr sollten wir fertig sein.
Auch Naing Naing spricht beeindruckend passables Englisch und erklärt mir, dass heute die Strassen etwas voller sind, weil gerade ein Festival stattfindet. Inmitten diesem finden wir uns auch sogleich wieder und man kann sich nicht vorstellen, wie eng es werden kann, wenn ein paar tausend Leute sich eine Strasse entlang-schieben und dann auch noch Motorräder und Autos da durchwollen. Mein Fahrer hat sich das natürlich nicht angetan. Er wartet auf mich am Ende der Strasse und ich wollte ja – eigentlich – Pagoden anschauen, platze aber jetzt mitten in ein Volksfest. Natürlich mal wieder in der Minderzahl, 2 bis 3 andere Westler waren noch unterwegs…




Alle müssen essen...

Die Stadt Bagan ist seit langer ein Zentrum in diesem Teil des Landes. Bereits vor über tausend Jahren war die günstige Lage am Fluss bekannt und die im Folgenden herrschenden Könige Oberbirmas schätzten die fruchtbare Ebene. Schliesslich wurde der örtliche Schlangenkult vom Buddhismus abgelöst, der bereits seit längerem aus Indien nach Osten vordrang. Mit ihm als Herrschaftssicherung begann die Blütezeit Bagans und damit die Zeit des Pagodenbaus. 6000 religiöse Gebäude sollen insgesamt errichtet worden sein. Doch so wie die Religion den Aufstieg sicherte, trug sie letztlich zum Niedergang bei. Die Kosten für Neubauten, Unterhalt, Erhaltung der Gunst der Klöster und Provinzen stiegen ins unermessliche Höhen während an den Grenzen feindliche Völker das Land bedrängten und letztlich niederwarfen.

Geblieben sind ca. 2'000 Stupas und Tempel, die im Laufe der folgenden Jahrhunderte den Kräften der Natur anheimfielen. In den 70er Jahren, nach einen grösseren fehlerhaften Sanierungen und vor allem einem schweren Erdbeben war von einigen Gebäuden nicht mehr übrig, als ein Haufen Steine und selbst diese wurden für andere Vorhaben verwendet. So begannen erst in den Achtziger Jahren umfangreiche Wiederherstellungsarbeiten, die nicht immer – oder besser: eigentlich gar nicht – dem historischen Erbe gerecht werden. Meistens handelt es sich um reine Neubauten, die sich an alten Plänen und Fotos orientieren. Immerhin ist die Motivation historisch übernommen: die Militärregierung konnte damit dem Volk zeigen, wie viel Wert ihr der Buddhismus ist.


Sieht doch ein bisschen wie eine Kirche aus. Jederzeit könnte Orgelklang ertönen...

Das also ist das Gebiet, in dem ich unterwegs bin und so geht es von einer Pagode, einem Tempel, einer Stupa zur nächsten. Viele Fotos, viel Sonne, viel Schweiss, aber am Ende des Tages, in diesem Fall gegen 15.30 Uhr) bin ich sehr zufrieden am Hotel wieder angekommen und kann den Rest des Nachmittags mit dem Ausblick auf den Fluss geniessen.

Direkt vor meinen Augen wird auch schon ein Teil des Panorama-Restaurants hergerichtet: grosse runde Tische, überzogen mit goldenen Tischdecken. Die Stühle ebenso bezogen und die Gedecke unter Aufsicht des Managers fein hergerichtet. Da fragt man sich doch gleich, welcher besondere Anlass dort geplant ist – und ob der normale Hotelgast an dem Abend dort auch Zutritt hat. Er hatte. Und der Barkeeper raunte mir am späteren Abend, als die Festgesellschaft am Speisen war noch zu, dass heute die Eigentümerfamilie gekommen sei und sie dort ihren Abend verbringen. Aha…

Der zweite Tag in Bagan glich im Wesentlichen dem ersten, bloss dass ich erst gegen Mittag mit einer Tour startete. Diesmal ging es gen Norden und Fahrerin war die Schwester von Naing Naing, die mich nach der Hälfte an ihren Cousin (???) übergab und meinte, er fährt genauso gut und sicher wie sie selbst. Alles okay also.

Die Tour beinhaltete als erstes den Besuch des Marktes von Nyaung, der nördlichen Nachbarstadt von Bagan. Ein traditioneller Dorfmarkt, ganz ohne Touristen, dafür viel roher Fisch, rohes Fleisch, Plastikstühle und Gummischuhe. Alles das, was die Leute hier brauchen und was kein Touri kaufen würde. Ich bin also am richtigen Ort.

Danach geht es weiter zur Schwezigon-Pagode, die auch bereits fast tausend Jahre alt ist, aber das Gold glänzt immer wie neu. An dem Ort bin ich dann noch Opfer einer Touristenfalle geworden und fand mich plötzlich inmitten einer Schar von bettelnden Frauen jeglichen Alters wieder. Die Reiseberichte im Internet geben Auskunft: wenn der Tourist zum Lucky Buddha geht, was nichts mehr ist als eine verwitterte steinerne Säule, als Buddha absolut nicht erkenbar, wird er ordentlich abgezogen. Es war schon schräg und nachher ärgert man sich. Aber was solls, auch das gehört dazu und kostete am Ende ein paar Dollar und das Gefühl, reingelegt worden zu sein. Dabei war das noch nicht mal das Ende. Am Eingang (mein Fahrer hatte mir geraten, meine Schuhe im Tuk Tuk zu lassen, auch darüber schreiben die Reiseführer) hatte mich gleich eine Frau abgegriffen und mir ein Papierschmetterling ans Hemd gesteckt. Ein Geschenk, und ich sollte doch auf dem Rückweg wieder bei ihr vorbeikommen. Schön doof, sage ich heute. Der Schmetterling als Erkennungszeichen für einen nichtsahnenden Touristen. Dann die Sache mit dem Lucky Buddha. Nicht mit mir, dachte ich und nahm auf dem Rückweg einen anderen Ausgang. Doch meine künftige Geschäftspartnerin hatte das wohl geahnt, stand bei Fuss und liess mich nicht gehen. Geschickt wurde ich an meinem Taxi vorbeigelotst und fand mich an ihrem Familienstand wieder. Auch ein Stuhl wurde mir für die Verhandlungen angeboten, den ich dann aber dankend ablehnte. Nach erbittertem Feilschen kamen wir schliesslich ins Geschäft. Ein Messing(?)-Figürchen für 7'000 Kyat (ca. 5 Dollar), handgemacht von ihrer armen armen Familie, die das Geld soooo glücklich macht. Handarbeit, versteht sich. Seltsam nur, dass auf dem ganzen Tempelareal, im ganzen von mir besuchten Burma überhaupt diese Figuren verdammt einheitlich aussehen… Nein, sowas passiert mir nicht nochmal. Doch das Figürchen ist jetzt in der Hand ihrer Schwester (?), die an ihrem Stand das Papier zum Einwickeln hat. Also da rüber und gleich beginnt das Spiel von vorne, noch ehe ich mein 5-Dollar-Souvenir überhaupt in Händen halte, beginnt der Verhandlungsmarathon vor neuem. Diesmal breche ich aber ab und verlange die Herausgabe meiner Ware. Nichts wie weg hier. Aber lustig war es trotzdem. Das Papier, in das die Figur letztlich eingepackt war, ist auch hochinteressant (siehe Bild)…


Ist das Mengenlehre? Profis bitte vor und erklären!
(Für mich und die Verkäuferin-Schwester war es Einwickelpapier)



Schreine überall - besonders hübsch mit Kabelkanal...

Noch ein Dom

Was die zwei wohl zu betratschen haben?

Die Schwezigon-Pagode

Ein bisschen italienische Gotik gefällig?

Endlose Pagodenlandschaft



21 August 2018

Überlandfahrt mit Gästen und anderen Hindernissen


 Am Samstag, dem 18. August, morgens um 8.30 Uhr war ich erneut mit Jo Jo verabredet. Bei der vorabendlichen Verhandlung der Abreisezeit hatte ich mir eine halbe Stunde mehr Zeit ausbedungen. Schliesslich musste ich ausschlafen und darüber hinaus mein ganzes Zeugs einpacken, von dem ich bereits am ersten Tag ahnte, dass ich vieles davon hätte zu Hause lassen können. Jedenfalls so wie ich reise, benötige ich kein eigenes Toilettenpapier und auch die langärmligen Tropenhemden vom ersten und letzten Afrika-Besuch werden wohl nicht benutzt werden. Egal, jedenfalls liess ich mir die Ruhe des Frühstücks im Hotel nicht nehmen und war trotzdem pünktlich fertig und abreisebereit. Die erste Überraschung des Tages kam dann auch gleich: im Auto sass eine junge Dame, die mir Jo Jo als seine Ehefrau vorstellte und ich hätte doch nichts dagegen, wenn sie uns heute begleitet. Zu Hause fühlt sie sich so einsam. Okay, dachte ich, dass lässt sich wohl machen. Als das geklärt war und wir bereits auf der Hauptstrasse fuhren, kam die nächste Überraschung: ob denn auch Jo Jo’s Eltern mit nach Bagan kommen könnten? Was soll man dazu sagen? Das Gepäck ist verladen, die Fahrt ist bereits im Gange. Soll man da ablehnen? Als Hauptsponsor des Tages hätte ich das sicher tun können, aber was dann? Also habe ich mein Einverständnis erklärt und tatsächlich: die Eltern stehen bereits gestiefelt und gespornt an ihrer Strasse und verladen sogleich die Wegzehrung und kleines Zusatzgepäck und besteigen den Wagen. Nun sind wir also zu fünft unterwegs und die Familie hat einen schönen Wochenendausflug nach Bagan, gesponsort vom reichen Touristen aus dem Westen. Gut, es war auch keine Belastung für mich und ich denke mir, wenn das mein Beitrag zum Umweltschutz ist (Fahrgemeinschaft) und ich so einen weiteren Beitrag zur Völkerverständigung leisten kann, dann soll es in Ordnung sein.  Und die Familie sollte ja im Tagesverlauf auch noch ihre Kompetenzen in Sachen Reifenwechsel zum Beweis bringen können.

Jo Jo hatte mir die Route erklärt. Zuerst fahren wir nach Monywa, zur Bodhi-Tataung-Pagode mit einem liegenden Buddha und dem zweitgrössten stehenden Buddha der Welt. Das würde etwa 2.5 Stunden dauern. Ziemlich genau nach dieser Zeit waren wir, die ganze internationale Familie, tatsächlich vor Ort und ich staunte nicht schlecht. Eine 130 Meter hohe Buddha-Statue glänzt in der stechenden Tropensonne. Jo Jo entlässt mich wie üblich mit dem Hinweis, wo er warten wird. Ein kleines Stück laufe ich mit seinen Eltern noch mit, die im übrigen sehr freundlich sind und sich via Herrn Jo Jo sen. auch etwas auf Englisch verständigen können. Am Eingang zur Statue bin ich dann auf mich gestellt. Schuhe abziehen, über die kochend heissen Marmorplatten hüpfen und schnell rein in den Buddha. Die Frage war für mich nur: mache ich den Aufstieg, ja (aber dann vollständig) oder nein?
Der hoffnungsvoll stimmende Aufzugsturm hinter der Statue entpuppte sich als ewige Baustelle und auch die Angabe im Reiseführer, wonach erst 16 Etagen begehbar sind, erwies sich als überholt. Das Bauvorhaben befindet sich im Status dazwischen: alle 30 Etagen sind begehbar, aber nur über die Treppe! Und keine Klimaanlage im Inneren…
Also was soll’s, ich beginne und beende meinen Aufstieg durch den Buddha und erlebe eine Welt voller wundersamer buddhistischer Werke aus aller Welt. Jede Etage hat offenbar einen Hauptsponsor, viele aus den USA bzw. Europa und scheinbar ist jede Etage einem Thema gewidmet. Manches ist gut erkennbar, zB. die Jungfrauengeburt Siddhartha Gautamas: aus der Achselhöhle seiner Mutter Maya, die sich an einem Baum festhält. Und der kleine macht gleich sieben Schritte.
Andere Darstellungen sind dagegen nicht so einfach zu verstehen. Mehrere Etagen sind ausgesprochen bildhaften Gewalttätigkeiten gewidmet, die so gar nicht zum Klischee des Buddhismus passen. Die Erklärungen dazu leider nur in birmanischer Sprache und vielleicht findet sich an dieser Stelle ein kundiger Leser, der dieses erklären kann. Ich würde mich freuen.

Auf zum nächsten Ziel - wohlgemerkt, an einem Tag, an dem noch die Stadt Bagan erreicht werden muss: die Thanboddhay-Pagode in Monywa. Erbaut erst in den vierziger und fünfziger Jahren, macht sie aber einen ganz und gar historischen Eindruck. Mein Guide Jo Jo verweist mich noch auf den Wachturm, ein lustiges Türmchen, auf das eine abenteuerliche Treppe aussenherum hinaufführt. Asiatische Grössenverhältnisse und vorsorglich für Frauen gesperrt («Females are not climb» steht unten dran und das kann sich ja mal jeder selber übersetzen…)

Danach weiter zum letzten Ziel des Tages, die Grottenbuddhas in Pho Win Taung. Ein mehrteiliges und weitläufiges Areal mit unzähligen, aus dem Sandstein geschlagenen Höhlen, in denen nur der Buddha sitzen geblieben ist. Alles etwas verwittert und von der Natur in Beschlag genommen.
Dann war – endlich – Abreise und die eigentliche Fahrt nach Bagan, ca. 100 km entfernt, begann. Verstohlen warf ich immer mal wieder einen Blick auf Google Maps und die Route und die Zeit wurde und wurde nicht kürzer, wohingegen der Himmel dunkler und dunkler wurde. Ein Monsunsturm zog sich ziemlich konsequent über der Strasse zusammen und tatsächlich pladderte bald der Regen so stark, dass keine 50 Meter Sicht mehr möglich waren. In Kürze war die Strasse ein fast durchgängiges Wasserbett und ich dachte: nur gut, dass dieser Kleinlaster mit seiner einen Rückleuchte vor uns fährt. Soll doch der den Weg spuren. Dann liess der Regen nach und Jo Jo liess den Laster ziehen. Irgendetwas stimmte am Auto nicht. Seine Frau plapperte aufgeregt, Jo Jo zischte irgendwas (Übersetzung zweifelhaft, aber vorstellbar) und erklärte mir dann, dass wir einen Platten hätten, aber das würde in kurzer Zeit behoben sein und ich könne ruhig im Auto sitzen bleiben. Letzteres kam mir dann doch etwas zu kolonial vor und ging auch gar nicht. Schnell griff nämlich die ganze Familie zu – gut dass man sie dabei hat. Der Kofferraum musste ausgeräumt werden, damit man an das Reserverad kommt. Alle Koffer raus, aber damit sie nicht im Regen stehen, alles auf die Sitze packen. Dann das Reserverad losschrauben, was die Ehefrau übernimmt. Der Vater sperrte inzwischen die Strasse mit Steinen ab, also das, was bei uns das Warndreieck ist. Radmuttern lösen, weggesprungene aus der Pfütze fischen und saubermachen, plattes Rad weg, «neues» dran… Mir blieb am Ende nichts anderes zu helfen, als den Regenschirm zu halten, wobei das bei Gewitter, welches inzwischen wieder einsetzte, ein mir äusserst unangenehmer Job war. Aber was hilft es, das Rad muss gewechselt werden und es wurde gewechselt. Binnen 20 Minuten war die Sache erledigt, wobei es auch deswegen etwas schneller ging, da nicht alle Radmuttern in Betrieb waren.
Auto einpacken, Steine von der Strasse wegräumen (!) und abfahren. Inzwischen hatten Blitz, Donner und Regen wieder ein beängstigendes Ausmass erreicht. Und es waren immer noch knappe 80 Kilometer zu fahren. Welcher Mensch stellt sich in so einer Situation nicht auch die Frage danach, was passiert eigentlich, wenn jetzt noch ein Rad plattgeht? Schliesslich wurde der Vorrat an Reserverrädern gerade aufgebraucht…

In stockdunkler Nacht und bei strömendem Regen war das Hotel dann schliesslich gegen 21.00 Uhr erreicht. Leider das falsche. Also nochmal eine kleine Runde und dann aber richtig. Etwa 21.10 Uhr konnte ich Jo Jo, meinen treuen und zuverlässigen Fahrer bezahlen, mich verabschieden, mein Zimmer beziehen, schnell duschen und gerade noch vor Betriebsschluss etwas im Restaurant essen und trinken. Die Tempelwelt von Bagan hatten wir schon durchfahren, davon war aber in der Dunkelheit nichts zu sehen. Dazu werden dann die kommenden zwei Tage genutzt.

Mandalay dagegen liegt hinter mir. Eine interessante Stadt, voller goldener Pagoden und Tempel und mit recht netten Menschen. Ich denke, Taxifahrer Jo Jo ist da repräsentativ für die überwiegende Mehrheit der Myanmarer.


Die 130m hohe Statue des stehenden Buddhas.

Liegender Buddha - Detail

Nochmal der ganze liegende Buddha - ca. 90 Meter lang.

Der Pilger muss sich - barfuss - zu Fuss auf den Berg bemühen.
Hindurch durch die Händler. Das haben sie irgendwo abgeschaut...




Die Buddhas bewachen ihre Pagode.

Von überall her schauen die Buddhas herab.

Ein lustiges Wachtürmchen

Die Pagode vom Wachturm aus gesehen.

Aus dem Sandstein gescharbeiteter Buddha (einer von vielen)

Der goldene Frosch verabschiedet uns...

So sieht es übrigens in Buddhas Kopf aus...




20 August 2018

Ich sollte wohl...

... mal wieder was schreiben - das ist mir heute, gestern und auch vorgestern und auch an dem Tag davor in den Sinn gekommen. Der letzte Post ist vom 16. August und da hatte ich die Innenstadttour durch Mandalay besprochen. Inzwischen sind vier Tage vergangen und Mandalay liegt weit hinter mir. Trotzdem gerne noch die Zusammenfassung der Ereignisse.

Nach der bereits erwähnten Tour durch die Tempel und Klöster der Stadt mit ihren wunderbar-goldenen Stupas ging es am Freitag, den 17. August raus in das Umland. Mandalay selbst ist gar nicht so uralt, das zeigt allein der schachbrettartige Umriss der Stadt. Von 1857 an diente es als Hauptstadt des Königreiches. Davor hatte diesen Status die in der Nähe liegende Stadt Amarapura inne, die heute "nur" noch als Vorort von Mandalay gesehen werden kann. Ja, so läuft es manchmal, wenn astrologische Berechnungen die Grundlage für den Entscheid für oder gegen einen Königssitz herangezogen werden. Das war nämlich hier durchaus der Fall. Hingegen half alles nichts, denn auch die Königreiche zerfielen und 1885 kam Birma unter britische Kolonialherrschaft (Britisch-Indien). Ehrlicherweise muss bezüglich der Hauptstadt Mandalay und Amarapura gesagt werden, dass auch diese nicht die erste bzw. zweite Hauptstadt des Reiches war. Vorher waren dies Saigaing, Inwa und andere Orte der verschiedenen damaligen Reiche. Inwieweit astrologische Erwägungen oder Kriege oder anderes Gründe für einen Umzug waren, soll ein andermal geklärt werden. Geografisch befinden sich die Orte im Umland von Mandalay und bieten daher grossen Anreiz für eine geführte Tagestour.

Mein bewährter Fahrer Jo Jo kennt sich aus und steht mit dem Wagen, für den er monatlich eine Miete zu bezahlen hat, pünktlich um 9.30 Uhr vor dem Hotel und es geht los. Zuerst durch Mandalay, in deren Aussenbezirken eine Strasse der anderen gleicht. Dann durch den "Vorort" Amarapura, deren Strassen wiederum denen von Mandalay gleichen. Überall das ähnliche Bild: Strassenverkäufer, Handkarren, Hunde, die mit Kleinkindern direkt (!) an der Hauptverkehrsstrasse spielen. Und über allem ein elender Staub, vermischt mit dem Qualm der Niedertemperaturfeuer, die hier überall zum Kochen und/oder zum Verbrennen von Zeugs an der Strasse genutzt werden. Überhaupt, die Hauptausfallstrasse: die sollte wohl vierspurig entstehen, aber es fehlt die Bemalung. In Bezug auf Motorräder ist sie jetzt halt 10-spurig. Hingegen können Autos nur knapp überholen, weil das Bankett rechts in so schlechtem Zustand ist, dass die Autos lieber gleich in der Mitte bleiben. Das allerärgste aber sind die Bewohner aus den jetzt zur Regenzeit überfluteten Gebieten. Die haben sich auf dem Mittelstreifen "häuslich" eingerichtet. Man glaubt es nicht, wenn man es nicht gesehen hat: direkt neben der Fahrspur befinden sich die Flechtmatten, die die Häuserwände darstellen und dahinter liegen die Menschen auf ihren Betten und schlafen... zwischen den Häusern wieder Feuerstellen, Kinder, Hunde und alles mögliche andere. Und rechts und links davon rollt der endlose Verkehr von Motorrädern, Tuk Tuks, abenteuerlichen Lastwagen, und Pkw der Ober- und Unterschicht.
Wenn jemand noch einmal von den sogenannten "schlechten Zuständen" in Mitteleuropa spricht, dann möge er bitte in einem Drittweltland nachschauen und dann überlegen, was gut und was schlecht ist...

Die Fahr übers Land führte schliesslich zu den alten Königsstädten am Irawadyfluss. Zerfallene Städte und goldglänzende Pagoden, soweit das Auge reicht. Die unendlich vorhanden Buddhas zeugen von der einstigen und heutigen religiösen Realität, die so gar nichts gespieltes hat. Zum Beispiel ist es selbstverständlich, am Eingang eines Tempels Schuhe und ggf. Socken abzuziehen. (alles was nicht der Selbstverständlichkeit unterliegt, wird mit umgerechnet 3 Dollar Strafe abgerechnet).

Ein ganzer Tag auf Pagoden-Tour, Einsteigen, Aussteigen, Einsteigen. Bei - trotz Regenzeit - recht scharfer Sonne barfuss über sehr heisse Steinplatten laufen... und dann immer wieder diese sehr imposanten Bauwerke zu bewundern - das alles kostet Zeit und Kraft. Und am Ende hatte ich nicht mehr richtig die Musse, der Welt längste Teakholzbrücke bei Sonnenuntergang zu bewundern (U-Bein-Brücke). Ich war zwar drauf, aber zu sehr damit beschäftigt, mich in der Mitte zu halten, denn einerseits wollten viele andere Leute das auch und andererseits fehlten die sonst üblichen Geländer. Für ein (unfreiwilliges) Bad war ich an dem Abend definitiv zu müde.

Immerhin  veranlasste mich die Müdigkeit, meinen Fahrer Jo Jo gleich noch für den nächsten Tag zun engagieren, denn dann stand der Sprung in die Ebene auf dem Programm und ich konnte mir somit die Suche nach einem neuen Fahrer ersparen. Ausserdem - und das sage und schreibe ich wirklich gerne - Jo Jo ist der perfekte Fahrer: zu allererst hat er faire Preise, die nicht verhandelt werden brauchen. Weiterhin kennt er seine Heimat und darüber hinaus ist er flexibel und spricht gut Englisch. Letzteres hat er sich selbst beigebracht, "um im Geschäft zu bestehen". Wenn jemals jemand von Euch Lesern nach Mandalay reist, dann bucht Jo Jo für eure Rundfahrten und ihr werdet es nicht bereuen.

Jo Jo, sein Vater und seine Ehefrau können auch prima einen Reifen während eines Monsun-Gewitters wechseln, während der Tourist nur staunend dabeisteht und den Regenschirm hält. Wie das geht, erfahrt ihr im nächsten Kapitel.

Eine koreanische Reisegruppe hat gerade ihr Gebet begonnen.

Tempelmarkt... nichts ungewöhnliches.





Die alte Königsstadt Inwa.

Zwei, die den Abend geniessen.

Und auch andere sind ganz entspannt.


16 August 2018

Der Goldstandard

So einiges wurde bereits darüber gerätselt, wieviel Gold in Mandalay «verbaut» wurde. Gesicherte Zahlen gibt es sicher nicht, einige grobe Schätzungen müssen reichen. Und meine Schätzung ist: es dürften wohl mehrere Tonnen sein, obwohl das Gold quasi überall nur als Blattgold aufgetragen wird. Doch allein in der Mahamuni-Pagode wird das Auftragen von selbigem Blattgold auf dem Buddha seit etlichen Jahrzehnten als Opfergabe ausgeführt und die inzwischen anstehende Schicht soll 25 bis 30 cm dick sein. Die dortige Buddha-Statue ist so heilig, dass ihr jeden Morgen um 4.30 Uhr der Kopf gewaschen wird und dem Erwachten sogar die Zähne geputzt werden, bevor der unendliche Strom von Gläubigen und deren Blattgoldopfern erneut einsetzt.

Die Mahamuni-Pagode ist eines der wiederum unzähligen Heiligtümer des Buddhismus und folgende Legende rankt sich um den goldenen Buddha:

Es gibt fünf Buddha-Darstellungen, die zu seinen Lebzeiten entstanden sind; zwei sind in Indien, zwei im Paradies, und die fünfte ist das Mahamuni-Bildnis in Myanmar. Der Legende nach besuchte Buddha im Jahr 554 v. Chr. die Stadt Arakan. Der König bat darum, dass ein Bild von ihm, Buddha, gemacht würde. Nachdem Buddha das Bildnis gesehen hatte, atmete er über das Bild und danach wurde es zum genauen Abbild des Buddhas.

Später gelangte die Statue nach Mandalay und ist heute ein zentraler Pilgerort für ganz Myanmar, an dem ungezählte Gläubige ihr Blattgold darreichen. Allerdings nur Männer. Frauen sind auf dem Podest nicht zugelassen und müssen ihre Gebete mit etwas Abstand verrichten. Dafür können sie auf grossen Flachbildschirmen, die überall herumhängen, verfolgen, ob ihre Männer das Blattgold auch wirklich anbringen und nicht einfach nur in die Tasche stecken.

Viele goldene Orte in Mandalay und Umgebung sind sehenswert und stehen quasi in jedem Reiseführer. Doch wie kommt man von dem einen Ort zum anderen? In Myanmar, das gerade den Sprung von der dritten in die zweite Welt wagt, gibt es wenig öffentlichen Nahverkehr im westlichen Sinne. Alles ist viel individueller ausgeprägt und so bietet es sich dem Touristen an, einen eigenen Guide bzw. Fahrer zu engagieren. Entweder man lässt das vom Hotel organisieren, oder, wie in meinem Falle, lässt man sich einfach auf der Strasse von einem Fahrer ansprechen. Das hat den Vorteil, dass man gleich spürt, ob die Chemie stimmt und das Auto in einem guten Zustand ist. Bei den Verhandlungen ist mir immer mal wieder ein verstohlener Blick auf den etwas ältlichen - aber doch wieder nicht ganz so alten - Toyota gelungen, mit Rechtslenker, obwohl in Myanmar seit 1970 Rechtsverkehr gilt. Und wie wurde diese Entscheidung getroffen? Ganz buddhistisch: durch eine Erleuchtung des damaligen Staatschefs Ne Win, der dies in einem Traum anempfohlen bekam. So schnell kann man sich also vom Britischen Empire abwenden, welches immerhin bis 1948 Kolonialmacht war… Die Rechtslenker-Autos deuten dazu noch eine gewisse Nostalgie an, obwohl die praktisch alle aus Japan - ebenso Besatzungsmacht von 1942 bis 1945 - importiert sind. Andererseits: im hiesigen Strassenverkehr ist es sowieso egal, wo das Lenkrad sitzt, denn gefahren wird, wo gerade Platz ist.

Ganz wohl zumute war mir bei der Sache am Anfang nicht, aber zumindest für heute war der Entscheid so richtig, wie die Pagoden der Stadt goldig sind. Jo Jo Taxi hat mich für ca. 30 Euro kreuz und quer herumgefahren und für morgen habe ich gleich noch die Überland-Rundfahrt zu den Altertums-Städten rund um Mandalay gebucht. Die Verständigung auf Englisch ist hervorragend, die meisten der jungen Menschen sprechen passabel bis sehr gut die Weltsprache, vor allem natürlich im Hotel.

Mit den Fotos wird es im Blog leider nicht gut klappen, bis ich wieder in Bangkok bin. Die Verbindungen, selbst über das Telefonnetz sind recht mühsam. Also schaut bitte für mehr bei Facebook und Instagram nach, dort gibt es tatsächlich mehr Fotos (weil das Hochladen komfortabler ist).


Gold wohin man schaut...

Auch Buddha muss mal schlafen...


15 August 2018

On the Road to Mandalay

Wie viele Städte auf der Welt haben "klingende Namen"? Und welche sind es?

Gut, die Antworten darauf fallen sehr subjektiv aus. Und ich erlaube mir, meiner persönlichen Liste nun einen weiteren Namen hinzuzufügen: Mandalay.
Dort bin ich heute gelandet, noch etwas geschafft von der gestrigen Anreise nach Bangkok und dem 8-km-Fussmarsch in Thailands Hauptstadt. Mandalay ist auch die letzte Flughafen-Station. Von hier aus wird es auf der Strasse oder per Boot auf dem Irawadifluss weitergehen - ich habe das noch nicht entschieden. In meinem geborgten (danke Thomas S.!) Reiseführer steht sinngemäss, man solle sich als Westler hier im Lande dem buddhistischen Grundsatz hingeben, dass alles der Veränderung unterliegt. Auch Pläne. So bin ich also am Lernen, nicht ständig auf die Uhr, aufs Handy, auf Zeitangaben oder auf Reservierungen zu schauen.

Von Bangkok aus ist Mandalay per Flug in 1.5 Stunden zu erreichen, per Billigfluglinie und ohne jegliche Annehmlichkeit, ausser dass das Flugzeug in Ordnung ist und nicht ganz gefüllt war. In Mandalay erkennt man gleich, dass hier alles etwas anders ist. Auf dem Flugfeld laufen Leute rum*, alles sieht ein wenig verbraucht aus (das Tropenklima) und das Terminalgebäude ist im Vergleich recht klein, dafür auch innen übersichtlich.
Ein bisschen Rumgestempel am Immigrations-Schalter braucht es trotzdem, dann aber habe ich mein Visum und kann los.
Es empfiehlt sich, gleich hier am Flughafen noch zwei Dinge zu erledigen: Geld am Automaten ziehen und eine SIM-Karte für das Zweithandy zu kaufen. Sieben Giga Internet und eine inländische Telefonnummer für ca. 6 Euro. Ich finde, das ist ein fairer Preis. Auch das Taxi ist okay. Zur Wahl steht Sammeltaxi oder private taxi. Angesichts der Preisgestaltung wähle ich für 10 Euro das eigene Taxi bis vor's Hotel. Aber es geht erst los, nachdem mir der Vermittler und der Kofferkuli noch jeweils ca. 70 Cent aus dem Beutel geleiert haben... So macht jeder hier sein kleines Geschäft.

Hotel am Rande der Stadt, schöner Blick, weiches Bett. Genau richtig, um erstmal noch eine Stunde Schlaf nachzuholen. Dann zog es mich nochmal nach draussen, um das Viertel zu besichtigen.
Myanmar ist ein durch und durch buddhistisches Land und an jeder Pagode heisst es, Schuhe abziehen, Socken runter und barfuss laufen. Wieso mich die Frau am Schuh-Regal noch fragte, ob ich Wasser mitnehmen möchte, wurde mir erst später klar. Mein erstes Highlight war der Mandalay Hill, komplett erschlossen als Tempelanlage auf ca. 260 Höhenmeter, alles mit Treppen verbunden und das ganze bei 30 Grad... Immerhin, bis nach ganz oben habe ich es geschafft, während der allgemeine Tourist sich mit dem Tuk Tuk auf etwa 4/5 fahren lässt und dann die paar Stufen zum Tempel raufhüpft... So einfach mache ich es mir nicht (habe aber auch nicht gewusst, dass das geht...)
Völlig nassgeschwitzt bin ich irgendwann wieder unten gewesen. Zur heimlichen Freude der Einheimischen hatten sich die Schweissflecken grossflächig auf Hemd und Hose ausgebreitet. Trotzdem bin ich dann noch in eine weitere Pagode in der Nachbarschaft reingelaufen. Wieder Schuhe und Socken ausziehen. Dann aber ganz im Goldrausch: unzählige, teilweise vergoldete Porzellan(?)buddhas, goldene Dächer, goldene Säulen in einer recht grossen Parkanlage. Und das alles im Licht der untergehenden Sonne (und der auf dem ganzen Gelände im Gleichtakt flimmernden LED-Schlangen, die scheinbar in ganz Asien total tolle Stimmung verbreiten sollen). Einfach wunderschön.
Den Riesengong habe ich mir nur sehr sehr leise anzuschlagen gewagt. Andere hatte da weniger Hemmungen. Vielleicht gehe ich nochmal hin...

Alles in allem ein wunderbarer Start in Myanmar. Ich hätte bis vor wenigen Monaten nicht daran gedacht, mal hier zu sein.

Bilder gibt es noch nicht. Wie es scheint, steht in Mandalay ein 56kbit-Modem, das die ganze Stadt versorgt... (die Facebook- und Instagram-Nutzer haben da einen Vorteil, vorhin ging es nämlich noch.)


* übrigens: in Bangkok, Flughafen Don Mueang befindet sich zwischen (!) den beiden Startbahnen ein Golfplatz. Ohne jegliche Zäune, Netze etc. in aller Ruhe ziehen die Golfer ihre Caddies zum Abschlag, während links AirAsia Flug 244 nach Mandalay startet und rechts ein Flugzeug aus Kuala Lumpur landet...

14 August 2018

One Night in Bangkok

Eine Nacht in Bangkok muss ausreichen, um von Europa an ein beliebiges Ziel in Asien zu gelangen. In meinem Falle ist das Ziel die Stadt Mandalay in Myanmar (Burma) und ich hätte dieses Ziel auch ohne Übernachtung gut erreichen können - kleine Fehlplanung. Von Zürich kommend bin ich heute morgen um 5.30 Uhr Ortszeit in Bangkok Suvarnabhumi gelandet und hätte zeitlich mühelos einen Anschluss von dem zweiten grossen Flughafen der Metropole (Don Mueang) erreichen können.
Stattdessen war ich gegen 9.00 Uhr in meinem Hotel für eine Nacht - nach einigem Orientieren, thailändisches Geld beschaffen und der Fahrt im asiatisch über-überfüllten SkyTrain in die Innenstadt und einem 2-Kilometer-Fussmarsch bei 30 Grad und schwülen 100% Luftfeuchtigkeit.
Glücklicherweise konnte mir das Hotel mein Zimmer sofort bereitstellen. Solche Dienstleistungen schätze ich ausserordentlich, denn so konnte ich den fehlenden Schlaf des Nachtfluges nachholen.

Für den Nachmittag blieb dann nichts anderes zu tun, als einen kleinen Spaziergang zu unternehmen: an der Hauptstrasse entlang Richtung Altstadt. Bangkok ist aber so gross, dass diese zu Fuss zwar erreichbar ist, man sollte es sich aber gut überlegen. Ich tat das auch und schwankte zwischen öffentlichem Bus (sehr klapprig), Taxi (Gefahr überteuerter Preise), Tuk Tuk (noch teurer) oder Moped-Taxi. Am Ende habe ich dieses Abenteuer vertagt, den Markt Pratunam besucht, immerhin knapp 4 km vom Hotel entfernt, und dann den Tag mit einem Abendessen beendet.

Think Big - Das Motto aller asiatischen Städte


Schuhe verkaufen sich überall gut - auch mit Füssen dran...

Wem ein Tag und eine Nacht in und für Bangkok etwas komisch vorkommt: am Ende dieser Reise habe ich drei weitere Übernachtungen hier eingeplant. Und wem die heutige Kapitelüberschrift bekannt vorkommt: richtig:



09 August 2018

Keine Zeit... oder vielleicht doch noch?

Montag geht's los: 13.30 Uhr Abflug ab Zürich nach Bangkok! Alle wichtigen Eckdaten sind gebucht, Visa vorhanden, Geld gewechselt. Doch ein paar Tage Arbeit erforderten noch die eine oder andere Aufmerksamkeit. Auch war der Sommer sehr hoch und die Hitze in der Schweiz - sowohl draussen als auch in der Wohnung - macht zu schaffen.
Trotzdem starte ich und freue mich auf die final destination: Myanmar.
Dort werde ich zwei Wochen bleiben und mich ganz der fremden, buddhistischen Welt hingeben und meine Ferien geniessen. Bis zum Abflug heisst es aber noch: ein Tag Office, zwei Tage packen, Schlüssel bei den Nachbarn deponieren, Eltern anrufen, Blog schreiben, Nachbarn verabschieden, abfliegen....

Bleibt online! Wenn ich das auch kann, wird es hier Fotos und Berichte geben!


Reiseerinnerungen und Vorfreude!

11 März 2018

Go East III

Es soll wieder was gehen. Im Moment sitze ich zwar nach einer Weiterbildung noch in Hannover in einer Hotelbar, aber die Aussicht auf einen Ferientrip und - das Wichtigste! - im Besitz eines gültigen Flugtickets zu sein, machen den beginnenden Frühling noch frühlingshafter. Ich will mein Jahr nicht immer auf den Fixpunkt Ferien ausrichten, aber ein reservierter Zeitraum, eine Buchung und eine Idee machen die Aussichten einfach schön.

Euch bitte ich: bleibt dran. Es wird gen Osten gehen, es wird goldene Buddhas zu sehen geben, es wird viele viele Menschen um mich herum geben und es wird viel viel Regen geben...